Im Reisen liegt Verantwortung – im Reisen organisieren noch mehr

Im Reisen liegt Verantwortung – im Reisen organisieren noch mehr

Unsere Vor-Tour für die Reise „Irland-Extrem“

Erst die Einbeziehung der Mitwelt, gibt dem Begriff der Verantwortung einen Sinn. Wer aber Kosten scheut, wird in unserem Gesellschaftssystem dieser Verantwortung auch nicht gerecht werden können oder wollen. Bei uns ist das anders: wenn eine hoch-exklusive und einzigartige Reise ansteht und noch kleinere Punkte vor dem Beginn nicht geklärt werden können, unternehmen wir eine Vor-Tour um diese offenen Fragen zu beantworten.

Das Reisen ist heute nicht nur zu einem Massenphänomen geworden, sondern auch zu einem simplen Konsumgut. Es ist nicht mehr das Spezielle, einmal im Leben eine große Reise zu machen, nach Asien oder nach Afrika. Heute reist man mehrmals jährlich mit dem Flugzeug, genauso wie man sich Kleidungsstücke kauft. Dabei ist etwas verlorengegangen, was wir wieder verstärkt zurückgewinnen möchten: das Reisen als Chance, die Chance, überhaupt woanders hinzugehen. Es sind weltweit weniger als zehn Prozent der Menschen, die überhaupt in die Gunst kommen, in so viele Länder Ferienreisen unternehmen zu können. Etwas Neues zu sehen, vielleicht sich selbst zu erneuern, neue Begegnungen einzugehen, den Blick zu öffnen und den Alltag nach der Rückkehr wieder anders angehen zu können – das ist es, was beim Reisen als Massengut, als Konsumgut weitgehend verlorengegangen ist.

Wer kennt heute noch den Schweizer Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung? Die beschäftigen sich seit dem Ende der 70er Jahre mit dem Reisen und betreiben so etwas wie Tourismus-kritische Sensibilisierungsarbeit. Vieles scheint für immer verloren gegangen zu sein. Und trotzdem stellen wir uns in unserer Aufgabe, verantwortlich zu handeln, auch gerne einmal gegen den Trend oder Strom, wenn es darum geht die Qualität unserer Reisen zu sichern. Denn nur tote Fische schwimmen mit dem Strom! Dieses Zitat hat sich bei mir festgesetzt als eine Art Lebensmotto. Es lässt sich so gut auf unsere Leben übertragen. Folgst du dem Schwarm oder wagst du es, die Richtung deines Lebens selbst zu bestimmen? Gegen den Strom schwimmen braucht Mut, macht aber glücklich! Zugegeben, es ist nicht einfach, gegen den Strom zu schwimmen im Alltag. Wie oft sind wir doch fremdbestimmt, erledigen Aufgaben, gehen unseren Verpflichtungen nach, folgen dem Rhythmus, der uns vorgelebt und oftmals auch vorgegeben wird. Und obwohl wir so viel leisten, so viel schaffen, fühlen wir uns einfach nicht erfüllt. Wir sind den ganzen Tag dabei, uns abzustrampeln, und doch haben wir manchmal das Gefühl, als herrsche in uns eine völlige Leere. Wir haben das Gefühl, unser Leben nicht selbst in der Hand zu haben.

Fakt ist, dass wir Menschen in der Regel dazu neigen, uns an die Gesellschaft anzupassen. Wir wollen die Erwartungen unserer Partner, Kinder, der Familie, vielleicht auch der Freunde und unserer Umgebung entsprechen. Unsere Gesellschaft gibt vor, was als normal gilt und was man hingegen lieber nicht tun sollte. Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle meine Eindrücke einer kurzen und sehr intensiven Arbeitsreise auf die Grüne Insel zusammenfassen. Ich war schon oft im März in Irland, allerdings noch niemals zuvor hatte ich dabei solche kalten Temperaturen erlebt, wie dieses Jahr! Schnee, Hagelstürme, heftiger und leichter Regen sowie auch immer wieder praller Sonnenschein waren unsere Begleiter. Oben im Norden, am Malin Head, zeigte das Thermometer im Auto sogar einmal Minus 1,5 Grad!

Hier eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Reiseabschnitte:

1ter Tag:

Für die Anreise nach Irland haben wir die Fähr-Verbindung von Rotterdam nach Kingston upon Hull gewählt. So eine Anreise bis dorthin verschlingt ja nicht allzu viel Zeit, auch wenn man auf den Autobahnen der Niederlande auch mit einem PKW nicht schneller fahren darf als 120 km/h. Wir mussten demzufolge erst um die Mittagszeit losfahren und hatten sogar noch Zeit, die neue Situation für das Parken von Reisebussen in Delft zu erkunden. Die Schiffe der P&O Ferries sind zwar mittlerweile auch nicht mehr brandneu, haben aber noch immer eine gute Qualität. Sowohl das Essen als auch die Kabinen sind gut.

Die Situation für einen Parkplatz suchende Reisebusse hat sich in Delft wieder einmal verändert. Wir wissen das jetzt!

2ter Tag:

Bei der Ankunft in Hull hatten wir noch brillanten Sonnenschein! Um Kilometer zu machen fuhren wir auf der Autobahn, der M62, auf schnellen Wegen in östliche Richtung. Auch wenn ich gute Kenntnis und viel Erfahrung in GB habe, versuche ich doch immer, noch ein paar alternative Routen zu fahren, um das Gesamtbild abzurunden. Ich habe aus persönlichen Erlebnissen heraus immer den Wunsch, mein Leben zu füllen. Mit neuen Erfahrungen, neuen Erlebnissen, neuen Eindrücken. Es erscheint mir wichtig, ein Gegengewicht zum Alltag zu erschaffen. Mich ab und zu mal herauszufordern, fit im Kopf zu bleiben und neue Impulse für mich und meine Arbeit zu erfahren. Das erscheint weit hergeholt, trifft aber den Nagel auf den Kopf. Das NEUE muss man auch noch im Verborgenen erkennen. Leider sind wir dann ab Mittelengland (bei Skipton war das in etwa) in den Regen gekommen. Und der hat uns dann auch den ganzen langen Tag begleitet. Da es sich bei der im Mai/Juni stattfindenden Reise um eine Kombinations-Tour aus Natur/Wandern/Stadt und Kulturreise handelt, wollten wir erst einmal die Situation im Lake District und dort speziell am Derwent Water“ (der See, um den herum gewandert werden soll) überprüfen, da diese Region oft von Überflutungen geprägt ist. Wir wollten einen zusätzlichen Zugang zum Wanderweg finden, falls das südliche Ost-Ufer mal wieder abgesoffen sein sollte. Und meine letzte eigene Wanderung in diesem Gebiet liegt ja nun schon 30 Jahre zurück. Und siehe da: als wir am Lodore Falls Hotel ankamen (da beginnt der Weg), war tatsächlich nach tagelangen Regenfällen der Weg „ersoffen“. Aber wir haben einen weiteren Zugang zum immer trockenen Westufer des Sees gefunden und sind nun gewappnet. Leider hat der durchgängige Regen den Blick auf eine der schönsten Landschaften der Britischen Insel komplett verstellt. Meine Frau muss deshalb auf die Reise im Mai/Juni warten, um diese erschlagende Schönheit der Region auch mal sehen zu können! Auch den Treffpunkt in Keswick haben wir fix gemacht und das sogenannte „Ersatzprogramm“ durchgespielt. Falls mal jemand nicht auf die Wanderung gehen möchte.

Der Lake District gehört nicht nur bei schönem Wetter zu den großartigsten Landschaften der britischen Insel.

Dann sind wir durch den nördlichen Teil des Nationalparks Lake District gefahren um zu überprüfen, ob die angedachten Panorama Straßen auch tauglich für einen 12 Meter Reisebus sind. Wir haben tolle Wege gefunden und waren trotz Nebel und Dauerregen schon so begeistert. Wie wird das erst werden, wenn bei unserer Tour den ganzen Tag die Sonne scheinen wird?

In Gretna Green haben wir dann das gemacht, wozu dieser Platz gut ist! Nein, nicht erneut geheiratet, sondern die vorzügliche Toilettenanlage genutzt. Der erste Tag war fast schon kriminell lang, denn wir sind nach noch bei beginnender Dunkelheit via Dumfries bis nach Caernryan zur Fähre nach Nord-Irland gefahren (20:00 – 22:00 Uhr) um noch unser Hotel in Moville zu erreichen. Um Mitternacht waren wir da. Toller Kasten – wie erwartet.

3ter Tag:

Nach einer kurzen Nacht sind wir um 08:00 Uhr aufgebrochen und zur Nordspitze (Malin Head) gefahren. Wir sind dabei in den Schnee (!!!) gekommen und hatten maximal um die zwei Grad Temperatur. So etwas hatte ich noch nie im März in Irland erlebt! Klimawandel?? Für mich war es am wichtigsten herauszufinden, ob der alte Fahrradweg noch mit dem Bus bewältigt werden kann. Ich war seit 2009 nicht mehr in Nord-Irland und hatte Angst, dass inzwischen die Vegetation alles zugewuchert haben könnte. Das wäre dann nämlich sehr unerfreulich geworden, wenn der Bus nach 2 Kilometern an der engsten Stelle festgesteckt hätte. Aber: alles gut, die Büsche wurden wohl immer fein geschnitten und so steht unserer Exkursion (absolut exklusiv) nichts mehr im Wege. Was ist das rechte Maß an Wagemut? Der Mutige wird in unseren Gesellschaften bewundert, der Übermütige belächelt: Doch was töricht wirkt, kann nützlich sein. Ich habe in meiner Zeit als freier Journalist und Photograph immer ausprobiert (mit dem PKW), ob denn gewisse Strecken auch mit einem Bus gewagt werden können. Ich war deshalb später mit Bussen und Gruppen gut vorbereitet und das hat meine Bereitschaft beeinflusst, Wagnisse einzugehen. Bei all diesen Fragen, letztlich bei jeder Handlung, hängt unsere Entscheidung davon ab, wie groß unsere Bereitschaft ist, ein Risiko einzugehen. Mathematisch ausgedrückt ist Risiko schlicht das Produkt aus der Größe eines Schadens und der Wahrscheinlichkeit seines Eintretens! Und mit dem Wissen, dass man gewisse Ecken mit größeren Fahrzeugen ebenfalls bewältigen kann, ist der Mut zum Risiko ja in gewisser Weise auch deutlich minimiert. Höchstens beim „ersten Mal“ schwingt noch eine gewisse Anspannung mit. Danach wird es ruhiger.

Die Menschen der Region Malin Head leben recht einsam.

Da die Gruppe an diesem Tag die Möglichkeit zu einer knapp 14 Kilometer langen Wanderung bekommen wird, haben wir die Strecke auch noch einmal überprüft und für machbar befunden. Natürlich nicht zu Fuß, dann hätten wir diese Vor-Tour nicht in sechs Tagen abwickeln können! Natürlich mit dem Auto! Durch recht menschenleeres Gebiet wird die Wanderung führen, aber schon die ersten 10 Kilometer auf Asphalt. Oben an der Spitze von Malin Head hatten wir dann wunderschönes Wetter – aber windig war es! Das Steinfort von Grianan Aileach ist auch noch mit dem Bus erreichbar. Allerdings war jetzt etwa 50 Meter unter der Anlage eine Schranke installiert. Aber diese letzten Höhenmeter werden die Teilnehmer/-innen auch zu Fuß absolvieren können. Auch abgehakt.

Schafe im Schnee beim alten Steinfort von Grianan of Aileach. Ein ungewöhnlicher Anblick für irische Verhältnisse!

Und dann mussten wir mächtig viel fahren! Die Ecke Donegal und Slieve League haben wir uns gespart, da wir ja bei den Klippen einen örtlichen Wanderführer haben werden und den Treffpunkt mit diesem Menschen, den finden wir schon! Wir sind durchgefahren bis zur Achill Insel. Ich wollte Sicherheit haben, dass alles stimmt wenn ich mit der anvertrauten Gruppe dorthin komme und meine eigene Wanderung zum „Lost Village“ liegt ebenfalls schon fast 30 Jahre zurück. Wir haben die Situation überprüft und alles gefunden, was ich noch in Erinnerung hatte. Zudem noch einige schöne, zusätzliche Wege auf Tauglichkeit mit dem Bus überprüft. Alles gut!

Galway haben wir deshalb erst bei Dunkelheit erreicht. Hotel Menlo Park mal wieder ein Topp-Hotel (Überraschung garantiert). Aber noch in die Stadt gehen um die besten Pubs zu finden war nicht mehr drin. Nach so einem langen Tag war schnelle Bettruhe angesagt. Galway ist extrem lebendig und hat meines Erachtens das beste Nachtleben von ganz Irland.

Lost Village – bemerkenswert emotional

4ter Tag:

Das Rahmenprogramm Galway haben wir auch nicht gemacht, weil wir am folgenden Tag einen Tagesausflug zu den Arran Inseln machen werden. Wir sind gleich durchgefahren bis zum Ring of Kerry nach Portmagee. Bei Limerick sind wir in einen unfassbar intensiven Hagelsturm geraten. Vorher brillanter Sonnenschein. Danach blieb es den ganzen Tag in extrem schneller Folge komplett gemischt. Sonne, leichter Regen, schwerer Regen, Hagel und wieder Sonne. Manchmal im Wechsel von 10 Minuten!

Der wichtigste Punkt, warum wir diese Vor-Tour gemacht haben war eine offene Frage mit dem Ausflug und dem Landgang auf Skellig Michael. Ich habe diesen Ausflug (bei gutem – damals aber sehr stürmischen Wetter) nur ein einziges Mal gemacht und es war „das“ Highlight meiner Erlebnisse in Irland. Zumindest für mich. Genau dies wollte ich der Reisegruppe ebenfalls ermöglichen. Die Agenturen konnten uns von Irland aus leider keine feste Zusage geben, so dass wir zur „Selbsthilfe“ schreiten mussten. Aber wir waren recht schnell erfolgreich! In Portmagee haben wir nicht nur ein Restaurant mit exzellentem Fish & Chips gefunden, sondern auch ein Gespräch mit einem Unternehmer geführt, der diese Boots-Exkursionen inklusive Landgang angeboten hat.

Die Skellig Inseln bleiben für uns vielleicht doch unerreichbar?

Wir haben dann weiter miteinander per E-Mail geschrieben und ich hatte eigentlich vor, den Kerl nicht mehr von der Angel zu lassen. Es wäre ohnehin nur gegangen, wenn das Wetter gestimmt hätte! Sonst fährt natürlich keiner der Betreiber mit seinem kleinen Boot auf die offene See hinaus – und ein Landgang auf Skellig Michael wäre dann sowieso nicht möglich. Da wir alles in relativer Kürze abgewickelt hatten, haben wir dann noch ein schönes Ersatzprogramm gebaut. Ich musste nur ein paar „Sträßchen“ auf ihre Tauglichkeit für einen Bus hin überprüfen. Geht, wenn man motiviert ist und ein gewisses Risiko einzugehen bereit ist. Also in trockene Tücher gepackt, so dachte ich! Mittlerweile wurde mir aber ein negativer Bescheid übermittelt! Per schnöder E-Mail! Es wird also nicht leicht werden, die größere der beiden Skellig Inseln inklusive Landgang zu erleben. Die Gemeindeverwaltung der Region blockiert das nämlich. Sie wollen die Insel schützen. Ich sehe das mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge.

Dann hatten wir noch eine echt lange Strecke zurück nach Dublin zu fahren! Wie schon geschrieben, es war eine „Arbeitsreise“. Das Hotel Hilton Garden Inn, welches wir bei der Reise im Juni für zwei Tage und Nächte bewohnen werden, ist topp. Bin früher schon oft daran vorbei gefahren, habe aber noch nie drin gewohnt, auch wenn ich immer dachte, dass ich so ziemlich jedes Hotel in Dublin schon einmal „beschlafen“ habe. Alles schön. Natürlich sind wir erst lange nach Einbruch der Dunkelheit dort angekommen. Und dann eine weitere, extrem kurze Nacht.

5ter Tag:

Ich habe mich bei der Zusammensteillug der Reise vor etwa einem Jahr dazu entschlossen, aufgrund der frühen Abfahrt der Fähre von Dublin nach Holyhead (Wales), nicht im Hotel zu frühstücken, sondern auf der Fähre! Das war – wie ich finde – eine gute Entscheidung, das Frühstück an diesem Tag auf der Fähre einzunehmen! Meine Frau und ich haben den Test mit Frühstück im Hotel gemacht. Erst ab 06:30 Uhr gibt es was, aber das gute irische Frühstück (das warme Essen) trudelt erst so gegen 06:45 Uhr ein. Eine Reisegruppe (wohl Amerikaner) würgte deshalb hastig das Frühstück quasi auf gepackten Koffern in sich hinein. Die mussten auch um spätestens 07:15 Uhr an der Fähre stehen. Also Frühstück im Hotel wäre keine gute Idee gewesen! So wird die Gruppe dann zwar etwa 30 Minuten an der Fähre stehen, kann nach dem an Bord gehen aber gleich in Ruhe frühstücken. Ich hatte ursprünglich an die Schnellfähre gedacht, aber die gibt es offensichtlich nur noch zu einem späteren Zeitpunkt und zu einer noch späteren Ankunft drüben in Wales. Fährpläne verändern sich gelegentlich – auch sie unterliegen dem alles bestimmenden Wandel. Es wird auf der Reise deshalb 3 Stunden und 15 Minuten über die irische See gefahren werden. Es wird trotzdem noch genug Zeit bleiben um auf der Rückfahrt nach Hull einen großartigen Ausflug zu machen, über den ich hier aber nicht schreiben werde. Nur so viel: bei Dauerregen und schlechter Sicht fällt er ins Wasser, dieser Ausflug. Wird allen gefallen, sicher!

Na und dann der lange Weg zurück nach Kingston upon Hull zur Fähre nach Rotterdam. Die werden wir auf der Rückreise im Juni ja ebenfalls nehmen. Auf der Anreise wird es die DFDS ab Amsterdam sein. Da waren wir dann um 18:00 Uhr und hatten nicht mal mehr die Energie, zu Abend zu essen. Das wird ja bei der eigentlichen Reise hoffentlich nicht der Fall sein? Wir haben das Programm ja auch in 5 Tagen durchgehechelt und nicht in 15 Tagen genossen, so wie die Reisegruppe das machen wird.

Vielleicht wird es noch zu einem etwas weniger kurzen Aufenthalt in Llangollen reichen?

6ter Tag:

Ist – denke ich – allen bekannt: Heimreise von Rotterdam aus. Mit dem Auto geht es doch um einiges schneller als mit dem Bus! Wir sind schnell raus gekommen aus dem Schiff (kaum Leute drauf – eben Vor-Saison oder nicht einmal das) und waren schon um 14:00 Uhr zuhause.

Kann man denn am Ende konstatieren, dass langsames Reisen das richtige Wort oder der richtige Begriff für die anstehende „Irland-Extrem“ Reise wäre? Wir leben in einer Zeit, in der man oft das Gefühl hat, nur „höher, weiter, schneller, größer, gigantischer“ zählt. Das heißt auch im Urlaub wollen die Reisenden immer mehr und immer fantastischere Dinge erleben. Viel Erlebnis für wenig Geld „Geiz ist geil“ und dann nicht zu vergessen, dass der Kurzurlaub, gerade bei deutschen Reisenden, absolut boomt. Passt da denn wirklich langsames Reisen noch in das Lebenskonzept? Oder sollte man vielleicht gerade deswegen ernsthaft darüber nachdenken? 15 Tage wird die Tour dauern. Hoch-exklusiv, individuell gestaltet, einzigartiges Programm, aber eine Langsame-Tour ist sie trotzdem nicht. Aber extrem intensiv, extrem individuell, extrem abwechslungsreich.

Deshalb fiel mir bei der Namenswahl für diese Tour vor einem Jahr kein besserer Begriff ein als „Irland-Extrem“.

Vom 28. Mai – 11. Juni 2019

Es wird gut werden.

Ihr/Euer Roland Richter

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