Zuhause

Zuhause

Während ich aus dem Fenster blicke und die Spiegelungen der Sonne an den Fenstern des Nachbarhauses betrachte, fällt mir siedend heiß der schöne Spruch: „Nun sitz ich hier ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“ ein. Die neue Reisesaison muss in trockene Tücher gebracht werden. Die Kunden drängeln, wollen Produkte sehen und Endpreise haben. Ohje, da draußen wartet – übrigens hinter dem Haus des Nachbarn – eine ganze Welt darauf, besucht, entdeckt und verstanden zu werden. Im Prinzip ist ja alles vorbereitet – aber eben noch nicht fertig. Als Perfektionist möchte ich natürlich „runde Sachen“ liefern, wenn dann im world wide web und im November im Jahreskatalog die Reisen der kommenden Saison vorgestellt und damit angeboten werden. Die neue Website hat verdammt viel Arbeit gemacht, jetzt soll alles stimmen. Also zurück lehnen und nochmal alle Unterlagen studieren? Ist auch nur Zeitverschwendung. Ich bin ja mit allem durch und das, was jetzt noch erledigt werden muss, hängt von anderen ab. Dem IT-Menschen Anoush, der sicher noch einige Tage zu programmieren hat, bis alles am richtigen Platz ist, dem Bus-Partner, der seit 10 Jahren seine Busse zur Verfügung stellt, den Agenturen auf Island, Irland und sonst wo in Europa. Ja, dieses Jahr mal wieder nur Europa. Warum habe ich eigentlich niemals gelernt zu programmieren? Aber der Mensch kann ja nicht alles können. Üben wir uns also in Geduld. Und jetzt auch noch der Blog. Neu ist das für mich nicht, als ehemaliger Journalist und Reiseberichterstatter habe ich eine Menge Erfahrung in diesem Metier. Aber für meine Reisefirma einen Blog zu schreiben ist neu. Ich freue mich auf das kommende Jahr, auf die vielen Begegnungen die ich wieder haben werde. Mit meinen Reisegästen genauso wie mit den Menschen anderer Länder, Völker und Nationen. Ich habe mich immer gern auf das erst einmal „Fremde“ eingelassen. Schnell stellte ich fest, dass das „Fremde“ gar nicht so fremd war. Das Leben besteht aus Begegnungen, sie sind der Kern eines jeden Lebens. Vielleicht weil alles Lebende mit allem Lebenden in Verbindung steht? So drückten es damals meine Freunde im australischen Busch aus. Larry Tchakamarra vom Stamm der Pintantjarra und seine Familie. Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich drei Monate meines Lebens in deren Zivilisation verbracht habe? Ja? Nein? Egal, es würde an dieser Stelle ohnehin zu weit führen. Stürzen wir uns also ins Abenteuer Reisen 2019 – dann eben mit einem das Jahr begleitenden Blog. Ich freue mich auf Euch dort draußen!

 

Euer Roland Richter

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